Die Band

Leandro Salvatierra

// Gitarre, Gesang,
Saiteninstrumente

Fabian Klentzke

// Klavier und Chalumeau

Basel Alkatrib

//Oud

Ojalá que llueva café en campo! Hoffentlich wird es Kaffee aus den Feldern regnen! Ojalá las hojas no te toquen el cuerpo cuando caigan. Hoffentlich berühren die Blätter nicht deinen Körper, wenn sie fallen. Ob Juan Luis Guerra oder Silvio Rodriguez - immer schon wurde Wünschen und Hoffnungen musikalisch Ausdruck verliehen. Das spanischsprachige Ojalá soll auf das arabischsprachige Inschallah, so Gott will, zurückgehen. Die indigene Sprache Südamerikas Quechua hat ein eigenes Wort für diesen Ausdruck: Amalaya. Interessant hier wiederum das Wort Amal aus dem Arabischen, das Hoffnung bedeutet. Solche und andere kulturelle Überschneidungen, Entwicklungen und Zufälle hat sich das Leipziger Ensemble zur Freude, Hoffnung und Herausforderung gemacht.

 

Der Argentinier Leandro Salvatierra an der Flamenco-Gitarre, der Ronroco, einer kleinen Gitarre aus dem Süden Lateinamerikas, sowie an der türkischen Langhalslaute, Baglama, ist der musikalische Leiter der Gruppe. Nach seiner Heimatstadt im Norden Argentiniens, Tucumán, aus der auch Mercedes Sosa kommt, haben ihn musikalisch besonders seine Jahre in Andalusien geprägt, in denen er sich intensiv mit dem Flamenco beschäftigt hat. In Deutschland machte er Bekanntschaft mit dem Dresdener Tangopianist Fabian Klentzke, der im Kontext Amalayas Akkordeon spielt sowie das Chalumeau, einen Vorläufer der Klarinette.  Er  beruft sich auf Piazolla und andere Musiktraditionen Lateinamerikas und tritt in vielzähligen Ensembles auf. Ebenfalls fest verankert in der sächsischen Musikszene ist der Perkussionist für orientalische und lateinamerikanische Musik Joseph Augstern. Er hat in Leipzig Perkussion studiert und ist Meister der schnellen tanzbaren sowie der feinen eleganten Rhythmen. Der mehrsprachige Hallenser Sänger Antonio Morejón Caraballo widmet sich seit einigen Jahren den Liedtraditionen des spanisch-, arabisch- und sephardischsprachigen Mittelmeerraumes und Lateinamerikas und passt mit seiner gefühlvollen Stimme, die er oft durch eine indische Schruti-Box begleitet, perfekt in das Ensemble. Die Berlinerin Luise Rauer, Sängerin, Arabistin und Übersetzerin, beschäftigt sich wissenschaftlich wie musikalisch mit dem kulturellen Erbe von Al-Andalus bis hin zu zeitgenössischer arabischsprachiger Musik. Neben Gesang und Moderation ist sie für das Konzept sowie die Texte und Collagen verantwortlich. Basel Alkatrib aus Syrien an der Oud rundet das Leipziger Ensemble ab. Er ist studierter Musikpädagoge und Musiker und hat sich in der sächsischen Musikszene als Oud-Spieler bereits einen Namen gemacht.

 

Wenn sich bei Amalaya Argentinien, Deutschland und Syrien treffen, wird der gesamte Mittelmeerraum besungen, verbinden sich lateinamerikanische Rhythmen und arabische Texte auf elegante Art und Weise, wird mal Land, mal Stadt, mal zeitgenössisch, mal traditionell nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden gesucht, mal andächtig harmonisiert, mal tanzbar gemacht.

Luise Rauer

// Gesang

Antonio Morejón

// Gesang

Joseph Augsten

// Perkussion