Die Band

Wenn sich bei Amalaya Argentinien, Deutschland und Syrien treffen, wird der Mittelmeerraum besungen, verbinden sich lateinamerikanische Rhythmen und arabische Texte auf elegante Art und Weise, wird mal Land, mal Stadt, mal zeitgenössisch, mal traditionell nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden gesucht, mal andächtig harmonisiert, mal tanzbar gemacht.

 

Das spanischsprachige Ojalá soll auf das arabischsprachige Inschallah, so Gott will, zurückgehen. Die indigene Sprache Südamerikas Quechua hat ein eigenes Wort für diesen Ausdruck: Amalaya. Interessant hier wiederum das Wort Amal aus dem Arabischen, das Hoffnung bedeutet. Solche und andere kulturelle Überschneidungen, Entwicklungen und Zufälle hat sich das Leipziger Ensemble zur Freude und Herausforderung gemacht

 

Die Sängerin Luise Rauer aus Leipzig und Berlin initiierte 2016
das Amalaya und koordiniert seit dem das Ensemble. Die Idee lateinamerikanische und arabischsprachige Lieder zu fusionieren, kam ihr während ihres Studiums der Arabistik, Übersetzung (Spanisch/Deutsch) und Musikwissenschaft in Leipzig, Granada und Kaslik (Libanon). Neben Gesang und Moderation ist sie für das Konzept, Text- und Bildproduktion sowie die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. (www.luise-rauer.com)

 

Der Argentinier Leandro Salvatierra an der Flamenco-Gitarre, dem Ronroco, einer kleinen Gitarre aus dem Süden Lateinamerikas, sowie an der türkischen Langhalslaute, Baglama, ist der musikalische Leiter der Gruppe. Neben seiner Heimatstadt Tucumán im Norden Argentiniens haben ihn musikalisch besonders seine Jahre in Andalusien geprägt, in denen er sich intensiv mit dem Flamenco beschäftigt hat. Leandro ist der musikalische Leiter der Gruppe und ist für die Amalaya-eigenen Arrangements verantwortlich.

 

Basel Alkatrieb aus Syrien tritt mit seiner Oud (arabische Kurzhalslaute) in einen musikalischen Dialog mit Leandros Gitarre. Er ist studierter Musikpädagoge und Musiker und hat sich in der sächsischen Musikszene als Oud-Spieler bereits einen Namen gemacht. Basel führt seine eigene Musikschule in Leipzig.

 

Fabian Klentzke, Dresdener Tangopianist, ist als Gründungsmitglied des Ensembles unter anderem für das Booking verantwortlich. Im Kontext Amalayas spielt er neben dem Klavier auch Chalumeau, einen Vorläufer der Klarinette. Er beruft sich auf Piazolla und andere Musiktraditionen Lateinamerikas und tritt in vielzähligen Ensembles auf. (www.tango-amoratado.com)

 

Der mehrsprachige Hallenser Sänger Antonio Morejón Caraballo widmet sich seit einigen Jahren den Liedtraditionen des spanisch-, arabisch- und sephardischsprachigen Mittelmeerraumes und Lateinamerikas und passt mit seiner gefühlvollen Stimme, die er oft durch eine indische Schruti-Box begleitet, perfekt in das Ensemble.

Luise Rauer

Leandro
Salvatierra

Basel Alkatrib

Fabian Klentzke

Antonio Morejón
Caraballo

Leipzig 2020

Leandro Salvatierra

Karl-Ferlemannstr. 20

04177 Leipzig